gallery/logo
Bäumchenverlag
Warenkorb (0)
Kommissar Werner Bruck: Nachgemacht
Kommissar Werner Bruck: Nachgemacht
Kategorie:
Learning
SKU:
prod01
Preis:
€10.00
Beschreibung
Prolog Nachgemacht in der Nacht Berliner Oberkommissariat steht vor einem Rätzel Was trieb mich nur hierher? Hätte ich der Polizei vielleicht mein Schuldgeständnis doch nicht zusenden sollen? Aber wenigstens hatte ich meinen Spaß daran den Brief extra detailliert und ausführlich zu verfassen. Als ich aufgeschrieben habe wie es beim Quälen und umbringen anderer Leute in meinen Inneren aussieht, stieg diese unwiderstehliche Lust am Töten in mir hoch. Aber ich habe IHR ja versprochen keinen mehr zu quälen oder umzubringen. SIE sagte zu mir, das ich mich lieber der Polizei stellen sollte. Ob SIE mich wohl im Gefängnis besuchen kommt? Ich hätte nicht gedacht, das sie sich so für mich einsetzt anscheinend versteht sie mein Problem. Die alte silberne Uhr an meinem Handgelenk steht gleich auf elf Uhr, ich mag diese Uhr. Damals als ich vier Jahre alt war bekam ich sie von meinem Vater geschenkt, ich liebte ihn sehr. Die Uhr ist sicherlich einiges Wert, aber für kein Geld dieser Welt würde ich sie weggeben, es ist schließlich die einzige Erinnerung an meinen Vater. In dem Brief steht, das man mich um elf Uhr am Grab meiner Eltern abholen kann. Warum eigentlich am Grab meiner Eltern? Es hätte doch auch ein feines nobel Restaurant sein können, dies wäre sicherlich unterhaltsamer gewesen. Vielleicht war es ein letzter Funke von Anstand und ich wollte sie um Vergebung bitten. Aber nein was denke ich denn da, tief im Innersten habe ich da diesen unsäglichen Hass gegenüber manchen Menschen. Ich spüre jemanden kommen, pünktlich sind sie ja. Einige Scharfschützen verschanzen sich sicherlich vor und hinter mir und warten auf irgendeinen Fehler meinerseits. So wie es aussieht, läuft der Kommissar an der Spitze von dem Trupp. Mutig ist er ja, das gebe ich gerne zu. Aber logische Schlussfolgerungen sind anscheinend nicht gerade seine Stärke, sonst hätte er mich schon vor zwei Wochen verhaftet. Hat er da ein Lächeln auf seinen Lippen? Freut er mich zu sehen, oder ist es ein Siegeslächeln? Vielleicht ist er auch froh, weil es endlich vorbei ist. Von der anderen Seite nähert sich noch ein kleiner Trupp Polizisten, alle laufen ganz ruhig und gelassen. Ich spüre aber ihre innere Erregung, ihr Adrenalinspiegel ist auf Maximum. Ich möchte mal Wissen von wem ich diese übernatürliche Begabung habe, dass ich die Gefühle von anderen spüre. Und die Angst der anderen gibt mir immer irgendwie ganz viel Kraft, man fühlt sich unbesiegbar. Knie ich mich jetzt schon hin und halte meine Hände nach oben? Ich könnte auch warten bis ich dazu aufgefordert werde. Der Kommissar möchte sich bestimmt mit mir unterhalten, denn wie viele Chancen im Leben bekommt man sich mit einem Massenmörder zu unterhalten? Jetzt bleiben alle stehen, schauen mich an als sei ich etwas Besonderes, der Kommissar flüstert irgendetwas in sein Mikrophon, sind sicherlich seine letzten Befehle. Die meisten haben die Hand an ihren Dienstwaffen, ob es sehr schmerzhaft ist von einer Kugel getroffen zu werden? Ich könnte mich jetzt einfach ruckartig umdrehen und dabei schreien, wenn einer der Polizisten die Nerven verliert, schießt vielleicht jemand auf mich. Ich werde sicherlich im Gefängniskrankenhaus erwachen. Oder sogar sterben, dann ist alles vorbei. Nein. Jetzt weiß ich was ich mache, dass wird ein Spaß für mich werden. Er drehte sich langsam zu dem Kommissar um und blickte ihm tief in seine Augen. Er spürte, dass der Kommissar Angst hatte, doch der Kommissar überspielte dies mit einem Lächeln.

Bücher